Bienenschutz · Keine Bekämpfung

Bienenschwarm? Wir holen einen Imker.

Honigbienen sind für unsere Umwelt unverzichtbar. Unser erster Schritt ist deshalb immer, einen lokalen Imker zu kontaktieren — der holt die Bienen in der Regel kostenlos ab und gibt ihnen ein neues Zuhause in einem Bienenstock. Nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn eine Bergung durch einen Imker unmöglich ist und eine konkrete Gefahr besteht, greifen wir als letzte Lösung selbst ein.

Warum wir zuerst einen Imker rufen

Die Honigbiene ist die wichtigste Bestäuberin unserer Kulturlandschaft. Jeder dritte Bissen Nahrung, den wir essen, geht auf ihre Arbeit zurück. In den letzten Jahrzehnten sind die Bienenvölker weltweit stark zurückgegangen — durch Pestizide, Lebensraumverlust, Parasiten wie die Varroa-Milbe und, seit einigen Jahren, durch die Asiatische Hornisse.

Deshalb ist es für uns selbstverständlich: Ein Bienenschwarm ist kein Schädling. Er ist im Gegenteil ein Geschenk der Natur — der Beweis, dass ein gesundes Bienenvolk sich vermehrt. Wir gehen mit Schwärmen so um, wie es ihre Bedeutung verdient, und versuchen in jedem Fall zuerst, die Bienen lebend zu retten.

Unser Vorgehen

Sie rufen uns an oder schicken uns ein Foto per WhatsApp. Wir bestätigen zuerst, dass es sich tatsächlich um Honigbienen handelt (und nicht um Wespen oder Asiatische Hornissen — die Unterscheidung ist nicht immer leicht).

Dann kontaktieren wir einen Imker in Ihrer Gegend. Wir arbeiten mit einem Netzwerk von Imkern in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und den angrenzenden Gemeinden zusammen. In den allermeisten Fällen ist innerhalb weniger Stunden jemand vor Ort, der den Schwarm sicher einfängt — meistens mit einer speziellen Schwarmfangkiste, bei hochhängenden Schwärmen auch mit einer Leiter oder Teleskopstange.

Für Sie entstehen dabei üblicherweise keine Kosten: Der Imker gewinnt ein neues Bienenvolk, Sie werden das Problem los, und die Natur bekommt eine Bestäuberkolonie zurück.

🌸 Kostenlos für Sie

Der Imker holt den Schwarm in der Regel gratis ab. Wir stellen die Verbindung her und berechnen für die reine Vermittlung nichts.

⚡ Schnell vor Ort

Ein Bienenschwarm hält sich meist nur wenige Stunden an einem Zwischenstopp auf. Wir reagieren daher schnell, um eine Rettung zu ermöglichen.

🐝 Artgerecht umgesiedelt

Die Bienen werden behutsam eingefangen und in einen Bienenstock gebracht. Dort haben sie ein neues Zuhause und bestäuben weiterhin unsere Umwelt.

Wenn eine Bergung nicht möglich ist — unsere letzte Lösung

In seltenen Fällen ist eine klassische Schwarmbergung nicht möglich — etwa wenn die Bienen sich bereits seit Wochen in einem Hohlraum (Wand, Dach, Kamin) eingebaut haben und feste Waben gebaut haben. Dann wird aus dem Schwarm eine ortsgebundene Kolonie, die ohne baulichen Eingriff nicht mehr herauszuholen ist.

Wir prüfen in diesem Fall zuerst gemeinsam mit einem Imker, ob eine aufwändigere Rettung mit Öffnung der Wand oder des Daches möglich ist — einige Imker in der Region sind auf solche Umsiedlungen spezialisiert und können das Volk auch aus Mauerwerk oder Dachstuhl bergen.

Erst wenn eine lebende Bergung nachweislich nicht möglich ist und gleichzeitig eine konkrete Gefahr für Menschen besteht — etwa allergische Personen im Haushalt, ein stark frequentierter Eingangsbereich, eine Schule oder Kita, ein Pflegeheim — können wir als letzte Lösung eingreifen. Wir tun das nie leichtfertig und nie ohne vorherige Absprache mit einem Imker. Transparenz und der Versuch, das Volk zu retten, kommen für uns immer zuerst.

FAQ

Häufige Fragen zu Bienen

Bekämpfen Sie Bienen?

Grundsätzlich nicht. Honigbienen sind unverzichtbar für unsere Umwelt und stehen unter besonderem Schutz. Unser erster Schritt ist immer, einen Imker zu finden, der den Schwarm oder das Volk kostenlos einfängt und umsiedelt. Nur wenn eine Bergung durch einen Imker nachweislich nicht möglich ist — etwa bei einem fest in einer bewohnten Wand eingebauten Volk — und gleichzeitig eine konkrete Gefahr für Menschen besteht (Allergiker im Haushalt, Eingangsbereich, Kita, Schule), können wir in Ausnahmefällen als letzte Lösung eingreifen. Das entscheiden wir nie allein, sondern immer in Rücksprache mit einem Imker.

Was tun bei einem Bienenschwarm an meinem Haus?

Nicht selbst anfassen und nicht mit Wasser oder Insektenspray angehen. Rufen Sie uns an — wir kontaktieren sofort einen lokalen Imker, der den Schwarm in der Regel kostenlos einfängt und in einen Bienenstock überführt. Das dauert meistens nur wenige Stunden.

Wie erkenne ich, ob es Bienen oder Wespen sind?

Honigbienen sind goldgelb-braun, haarig und etwa 12–15 mm groß. Sie fliegen ruhig und zielgerichtet zu Blüten. Wespen sind hell-gelb-schwarz gestreift, glatter und aggressiver — sie kommen an Ihren Kaffee oder Kuchen. Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie uns ein Foto per WhatsApp und wir sagen Ihnen in wenigen Minuten, was Sie vor sich haben.

Und wenn der Imker nicht kommen kann?

Wir haben ein Netzwerk an Imkern in ganz Ostbelgien und den Nachbargemeinden — in 9 von 10 Fällen finden wir jemanden, der den Schwarm abholt. Bleibt das unmöglich (unzugänglicher Standort, sehr spät in der Saison, Bienen bereits tief in einer Wand eingebaut), prüfen wir zunächst mit dem Imker, ob eine aufwändigere lebende Bergung mit baulichem Eingriff möglich ist. Nur wenn auch das ausgeschlossen ist und gleichzeitig eine konkrete Gefahr besteht, können wir als allerletzte Lösung eingreifen — immer mit Rücksprache und nie im Alleingang.

Kostet das etwas?

Der Imker nimmt Bienenschwärme üblicherweise kostenlos mit — er gewinnt dadurch ein neues Bienenvolk. Wir verlangen für die reine Vermittlung keine Gebühr. Ein kostenpflichtiger Einsatz unsererseits wird nur in Ausnahmefällen nötig, wenn alle Rettungsversuche durch einen Imker gescheitert sind und eine konkrete Gefahr besteht. Auch dann besprechen wir den Preis und die Vorgehensweise transparent mit Ihnen vor dem Einsatz.

Was genau heißt "letzte Lösung"?

Letzte Lösung heißt: erst wenn mehrere Imker bestätigt haben, dass eine lebende Bergung nicht möglich ist, und gleichzeitig eine objektive Gefahr für Menschen vorliegt — zum Beispiel ein Bienenvolk im Rollladenkasten des einzigen Kinderzimmers, oder in der Mauer einer Kita, oder direkt am Hauseingang eines Allergikers. Ein Bienenvolk im entlegenen Garten, auf einem Baum im Wald oder an einer wenig genutzten Fassade gilt nicht als Gefahr und wird nicht behandelt.

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